Fachtipps

Einige Tipps unserer Experten

Farbtonveränderung des Wasserbasislackes

Dieses neu auftretende Schadensbild stellt sich durch eine Farbtonveränderung des Basislackes, meist im Kantenbereich von lackierten Ersatzteilen dar. Diese Verfärbung ist weitgehend bei Silberfarbtönen bzw. Farbtönen mit sehr hohem Aluminiumanteil zu erkennen. Durch das “Auflösen” der Aluminiumpigmente verbleiben die restlichen Pigmente in Form eines Blau bis dunkelgrauen Farbtones. Dieses Schadensbild kann nach der Reparaturlackierung innerhalb weniger Wochen bis hin zu mehreren Monaten entstehen.

Ursachen

Eine nicht ausreichende Grundierschicht zwischen Substrat und Basislack. Als Korrosionsschutz haben heute viele Fahrzeugteile eine galvanische Zinkschicht. Die Verfärbung entsteht aufgrund einer nicht ausreichender Trockenschichtdicke des Grundmateriales zwischen dem galvanisch verzinkten Untergrund und dem aufgetragenen Metallic-Basislack.

Im Bereich der Durchschliffstelle entsteht nun ein direkter Kontakt zwischen den Aluminium-Pigmenten des Metallic-Basislackes und der galvanischen Zinkschicht. Das Ergebnis hieraus ist, dass Elektrolyten zwischen den beiden Metallen fliessen. Die aktivieren Metalle (Aluminium-Pigmente) können sich nach einem unbestimmten Zeitraum verändern und auflösen. Dieses ist als eine “Elektrochemische-Korrosion” bekannt. Feuchtigkeit und Streusalz beschleunigen diesesn Prozess.

Prophylaxe

Um diesen Prozess zu verhindern, muss eine ausreichende und geschlossene Grundierschicht zwischen dem galvanisch verzinkten Stahlblech und dem Basislack erstellt werden. Schleifen Sie die KTL-Schicht nach Möglichkeit nicht durch, siehe Foto. Verwenden Sie bei Neuteilen ein Schleifpad zum Anschleifen der KTL-Beschichtung. Applizieren Sie niemals den Basislack direkt auf  metallisch blanke Stellen. Verwenden Sie eine 2K EP-Grundierung für eine erste Grundschicht (>20um ) auf blankem Metall. Stelle sicher, von 2K Acryl-Füller eine ausreichende Füllerschicht im Kantenbreich vorhanden ist.